Pressestimmen
CELLO-LOOP
Wenn das Cello Kapriolen schlägt
Solist Stephan Schrader zu Gast / Virtuose Darbietung vor begeistertem Publikum
... Stephan Schrader entlockte seinem Cello orchestrale Musik, die das Publikum begeisterte...
...„Cello-Loop“? Darunter konnte sich kaum ein Besucher des Konzerts von Stephan Schrader am Freitagabend etwas vorstellen. Entsprechend neugierig und gespannt wartete das Publikum, bis der Bremer Cellist sich auf der Bühne eingerichtet hatte und zum Bogen griff. Wer geglaubt hatte, nun klassische Soli für Cello serviert zu bekommen, sah sich plötzlich einem akustischen Feuerwerk eines scheinbar kompletten Orchesters gegenüber...
...Während der Musiker mit dem Bogen über die Saiten strich, betätigte er gleichzeitig diverse Fußschalter am Boden und erzeugte so ein vielstimmiges Klanggebäude, in dem sein Cello die Hauptrolle spielte...
...Rhythmus, Melodie, Bass, Harmoniestimmen, alles war perfekt aufeinander abgestimmt...
...verzauberte das Publikum mit einer beinahe unbegrenzten Klangfülle...
...dem Musiker ist sein Instrument quasi auf den Leib geschneidert....
...noch nie gehört...
...ein virtuoser Instrumentalist, der es versteht, sein Publikum zu verblüffen und zu anhaltendem Beifall zu verlocken...
...Als eine Mischung aus ernsthaftem Musiker, Liedermacher Zirkuskünstler, Geschichtenerzähler und versiertem Conferencier benötigte er weder Assistenz noch Ansage...
...Solist und Alleinunterhalter...
(Achimer Kreisblatt)
Cello Loop - Unterhaltung auf hohem Niveau
Stephan Schrader überzeugt bei der Sonntagsmatinee im Kasch als Musiker und Conferencier
... restlos begeisterte Konzertgäste füllten am Sonntag zur Matinee den Blauen Saal des Kulturhauses Alter Schützenhof. Stephan Schrader bot mit seinem Programm Cello-Loop Unterhaltung auf hohem Niveau....
... Stephan Schrader kommt auf die Bühne mit den Worten „Ich spiel erst mal was“ und beginnt sein Konzert mit einer Raum füllenden Eigenkomposition, die an die serielle Musik von Terry Riley erinnert. Er spielt eine Melodie, betätigt einen Fußschalter des Loop-Gerätes, spielt eine zweite und dritte. Aufgeschichtete Melodienverdichten sich zu einem schwebend harmonischen Klanggebilde zwischen Klassik und Pop und verlieren sich ausklingend im Raum. ...
... Sein Publikum überzeugt er als Musiker und Conferencier....
... Spannend ist es, wenn Stück für Stück komplexe Klanggebilde entstehen,...
... . „Halbe, halbe," antwortet der Musiker auf die Frage nach dem Anteil von Eigenkompositionen und Bearbeitungen und setzt hinzu: „Eigentlich sind ja auch die Bearbeitungen meine Idee.“...
... Klanglich überzeugende Programmmusik ist sein „Nanjatschka", der goldgelbe Pfannkuchen, der „auf dem Teller liegt, dann davon schwimmt, das scheinheilige Land schaut, dann zurück kommt und wieder goldgelben auf dem Teller liegt," wie er in seiner gekonnt unterhaltenden Moderation erzählt...
... Begeisternd, wie Stephan Schrader mit der Musik spielt....
... . Er baut eine Spannung auf, die sich im Saal ausbreitet, spielt mit den melodischen und rhythmischen Elementen der Komposition und lässt einen klingenden Film entstehen....
... Mit kräftigem Applaus (und Fußtrampeln) belohnt das Publikum den Musiker und fordert eine Zugabe....
... mit Charme und musikalischem Witz....
(Achimer Kurier)
Experimentierfreudiger Künstler begeisterte
... Stephan Schrader, Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, ist nicht nur ein erstklassiger Cellist, sondern auch ein experimentierfreudiger....
... Außerdem versteht es der Musiker, zwischen den einzelnen Stücken unterhaltsam und humorvoll überzuleiten. Die Zuhörer waren schon nach den ersten beiden Titeln voll auf der Seite des Künstlers und applaudierten kräftig. ...
(Achimer Kreisblatt)
Die Vielstimmigkeit eines Cellos
Stephan Schrader ist Musiker, Erzähler und Zirkuskünstler in einem
(Syker Zeitung)
...Mann plus Cello als Orchester...
... . Das begeisterte Publikum hätte sogar noch gerne eine dritte Zugabe von Stephan Schrader gehört...
... Dann folgten wahrlich wirbelnde Variationen der weltbekannten Melodie....
... . Und in einer der beiden Zugaben traten sogar Bremens Stadtmusikanten mit zwei Ersatzkräften auf: einer Kuh und einem Schwein....
(Weserkurier)
Musik ist wie Lasagne-Backen
... Auf den ersten Blick hat es schon ein bisschen was von Zirkus-Artistik oder Straßen-Musik, was Schrader bietet. Tatsächlich aber hat man es hier mit einem liebenswert verrückten klassischen Cellisten zu tun, der vom unstillbaren Drang beseelt ist , die Klangwelten seines Instrumentes auszuloten....
... das Cello kann das alles, sein Klang ist fähig, in jeder Rolle zu brillieren,...
... Stephan Schrader erklärt das sehr witzig und mit typischem Understatement (er ist schließlich Hanseat aus Bremen)...
... Die technische Verfremdung wirkt wie eine Verkleidung. Das ist beabsichtigt, Stephan Schrader freut sich, auf diese Art bisher nicht herausgehörte Eigenheiten wohlbekannter Musik vorzustellen. Das geschieht durchaus mit Respekt, vor allem aber mit viel Witz, in der Musik, aber auch in seiner Moderation...
...Selten dürfte wohl in einem Konzert so viel gelacht worden sein...
... Die große Begeisterung der Zuhörer rang Stephan Schrader neben diesem Stück noch zwei weitere Zugaben ab, ehe er das Cello für dieses mal endgültig einpackte....
(Die Rheinpfalz)
Wenn ein Cello klingt wie ein ganze Band
... Wenn ein Cello klingt wie ein ganze Band, wie ein ganzes Orchester - dann ist wohl Stephan Schrader am Werk...
... Ein spannendes wie entspannendes Programm, virtuos geboten....
(Achimer Kreisblatt)
Aus einem Cello wird ein Orchester
...Ideen hat dieser Cellist. Humor und Virtuosität obendrein...
...Großer Beifall...
(Nordsee-Zeitung Bremerhaven)
09.11.2008 Blickwinkel Kultur-Magazin
„Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann am 08.11.2008
gelesen von Ursula Kassureit (Schauspielerin), musikalisch begleitet/vervollständigt durch das Trio Davidoff: Hozumi Murata (Geige), Momoko Murata (Klavier), Stephan Schrader (Cello)
„Der Sandmann“ das Buch von mir schon verschlungen und an diesem Abend als absoluten Hörgenuss. Nicht in Worte zu fassen – muss man einfach hören/genießen. Auch für Klassiklaien äußerst spannend.
Die musikalische Ausarbeitung des gelesenen, die Wiedergabe der Emotionen im Zusammenspiel von Geige, Klavier und Cello. Die Teilweise in den Text einfließenden Improvisationen – szenengenau, teilweise aufheiternd, dramatisch oder tieftraurig….
Programm-Ablauf : mehr unter www.kultur-magazin.eu
Blickwinkel Kultur-Magazin
09.11.2008
25.10.2008 Blickwinkel Kultur-Magazin
Cello neu interpretiert.
Am Donnerstag den 23. Oktober 2008 um 20 Uhr fand die Premiere zu Stephan Schraders neuem Soloprogramm „Cello-Loop“ im Theatersaal der Uni Bremen statt.
Ein Cello, ein Loop-Gerät und „ein“ Stephan Schrader vereinen Klassik, Rock, Pop, Jazz, Komik und Unterhaltung zu einem besonderen Klangereignis.
Unter Loop ist ein zeitlich begrenztes Klangereignis zu verstehen, das mit technischen Mitteln wiederholt wiedergegeben wird. Das Loop-Gerät ermöglicht „vielseitige“ Kompositionen, Improvisationen, technische Effekte, Gefühl und Handwerk mit einander live in Einklang zu bringen. Ein Zusammenspiel aus dem Moment, dem Echo, dem Schatten. Stepahn Schrader strebt nicht nur die Balance zwischen den beiden Gehirnhälten an, er bewirkt dies auch.
Neugierde ist hier erlaubt…hören, schauen, staunen und sich fallen lassen.
Stephan Schrader schafft es sein Publikum nicht nur mit Klang zu verwöhnen, sondern auch noch unterhaltsam durch das Programm zu führen. Herzlichen Dank auch an Rene, der Stephan Schrader technisch unterstützt hat.
Blickwinkel Kultur-Magazin
25.10.2008
www.kultur-magazin.eu
Universität Bremen 24.10.2008
Pressemitteilung Nr. 324 / 23.10.2008
So hat man Cello wohl noch nie gehört!
23. Oktober: Premiere von „Cello-Loop“ von Stephan Schrader im Theatersaal der Uni Bremen
Wie kann ein Musiker allein so viel Klang machen? Ein Cello klingt wie ein ganzes Orchester, wie eine Swingband, wie eine Rhythmuscombo, wie ein Chor – und immer wieder wie Cello! Stephan Schrader nutzt ein Loop-Gerät und technische Effekte, um vielstimmige Kompositionen und Improvisationen in spannender und immer wieder verblüffender Weise aufzubauen. Unter Loop ist ein zeitlich begrenztes Klangereignis zu verstehen, das mit technischen Mitteln wiederholt wiedergegeben wird. Am Donnerstag den 23. Oktober 2008 um 20 Uhr findet die Premiere zu seinem neuen Soloprogramm „Cello-Loop“ im Theatersaal der Universität statt. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt fünf Euro.
Im Programm geschieht alles live: jede Schicht des Klanggebäudes wurde eben gerade von demselben Musiker gespielt, der im nächsten Augenblick eine andere Stimme dazu spielt. Dabei scheinen den Harmonien keine Grenzen gesetzt: Ist ein Stück rhythmisch geprägt und swingt, so scheint sich in der nächsten Klangcollage die Zeit aufzulösen und die Hörer schwimmen durch völlig neue Klangräume. Stephan Schrader ist auf dem Cello zu Hause , und wer genau hinhört, erkennt, dass er sich immer wieder von barocken „Kreismusiken“ wie Chaconne und Passacaglia inspirieren lässt, dann wieder lassen sich Rockmusik und Chansonanklänge ebenso ausmachen wie Zitate aus Bachs Solosuiten. Neben den vielen Eigenkompositionen des Cellisten, tauchen Bearbeitungen bekannter Pop- und Filmmusiken in neuem Gewand auf. Stephan Schrader ist Cellist bei der Deutschen Kammerphilharmonie, mit der die Universität Bremen seit vielen Jahren kooperiert. Darüber hinaus ist Schrader zugleich Liedermacher, Zirkuskünstler und Geschichtenerzähler, der sein Publikum unterhaltsam durch das Programm führt.
Autor: rockel
Letzte Änderung: 24.10.2008 Universität Bremen
http://presse.uni-bremen.de/sixcms/detail.php?id=2026
The Bird-Variations
...Um Charly Parkers "Ornithology" und "Yardbird" rankte sich die Musik von Felix Elsner und Stephan Schrader. Der Jazzpianist und der klassische Cellist hatten eine gemeinsame Sprache gefunden, die das Publikum verzückte.
...ein musikalisches Erlebnis der Extraklasse.
...entschwebten die Klänge in höchste Sphären - und die Zuhörer wohl auch.
...gänzlich gegensätzliche Töne zu Parkers Bebop, aber dennoch eine kraftvolle Musiksprache.
(Weserkurier)
Musikalische Matinee im Café K - 03.11.2006

Ein Fest für die Sinne im Rotes Kreuz Krankenhaus
Normalerweise spielen sie in den großen Konzertsälen der Welt – am 19. November 2006 musizieren Stephan Schrader und Hozumi Murata im Café K des Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) in der Bremer Neustadt. Die Profimusiker, beide Orchestermitglieder der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, lassen sich von den farbenfrohen Werken und den Alabasterskulpturen der laufenden Ausstellung „Ornament und Raum“ inspirieren. Ab 11 Uhr erwartet die Besucher eine musikalische Matinee mit Brunch. Der Eintritt ist frei. Wer sich an den kalt-warmen Köstlichkeiten des Büffets bedienen möchte, zahlt 8,50 Euro.
Stephan Schrader (Cello) und Hozumi Murata (Violine) pflegen als Duo eine besondere Vorliebe für virtuose Werke. Gepaart mit abwechslungsreichen Improvisationen, stehen unter anderem Werke von Joseph Haydn und Johann Sebastian Bach auf dem Programm. „Bereits bei der vorhergien Ausstellung ‚SandWerke’ durften wir – auf der sommerlich warmen Terrasse des Cafés – die Kunstwerke als Inspiration nutzen. Nun sind wir gespannt auf die Werke von Edeltraut Rath und Rosa Jaisli“, freut sich Stephan Schrader auf das Konzert. Die Künstlerinnen sind an diesem Vormittag ebenfalls anwesend und gerne bereit, Interessierte persönlich durch die Ausstellung zu führen. „Für uns ist sehr spannend zu hören, wie unsere Kunst klingt“, so Edeltraut Rath.
Die Musiker
Stephan Schrader gab 1990 die Stelle des stellvertretenden Solocellisten im Staatstheater Hannover auf, um eigene Ausdrucks- und Auftrittsformen zu entwickeln und sich der Kammermusik zu widmen. Er arbeitet mit Schauspielern, Tänzern und Clowns und improvisiert zusammen mit Musikern aus nicht klassischen Bereichen. Seit 1995 ist er Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Hozumi Murata spielt seit seinem vierten Lebensjahr Geige. Er studierte bei angesehenen Professoren in Tokio, Prag, Düsseldorf und Köln. Seit 1988 ist er Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, tritt aber auch als Solist mit dem Orchester auf.
Die Ausstellung
Noch bis zum 29. November ist im Café K des RKK die Ausstellung „Ornament und Raum“ der Bremer Künstlerinnen Rosa Jaisli und Edeltraut Rath zu sehen. Sowohl die Alabasterskulpturen von Jaisli als auch die Gemälde Raths orientieren sich an längst vergangenen Kulturen. Strenge Formen, aufgehellt durch abwechslungsreiche Akzente zeichnen die Alabasterskulpturen aus, die gleichzeitig schlicht, schnörkellos und streng anmuten, aber dennoch lebhaft wirken. Die Gemälde von Edeltraut Rath strahlen ebenfalls eine geometrische Strenge aus. Die Künstlerin haucht diesen zum Teil starr wirkenden Formen unter anderem durch die farbenfrohe Gestaltung Leben ein.
„Ornament und Raum“
Rosa Jaisli und Edeltraut Rath
Ausstellung vom 6. Juli bis 29. November 2006
täglich von 7.00 bis 19.30 Uhr im
Café K, Rotes Kreuz Krankenhaus, St.-Pauli-Deich 24, 28199 Bremen
Radio Bremen
Short Cut
Das sechste Konzert der Reihe "Zopf ab" stand am 6. Dezember 2004 unter dem Motto "Short Cut". Mitglieder der Deutschen Kammerphilharmonie spielten im Sendesaal von Radio Bremen Werke von Rudi Stephan, Germaine Taillefaire, Manuel de Falla und Anton Webern.
Sendetermin: Freitag, 18. Februar 2005, 20.05 Uhr | Nordwestradio
mehr siehe hier.....
NEUE WESTFÄLISCHE vom 26.06.02

Musiker von Rang: "Parnassi musici" Foto: Matthia
Freiburger Ensemble "Parnassi musici" begeisterte - VON MATTHIAS GANS
Barockmusik herzhaft und saftig
Gütersloh. "Der Protest ist noch von dem gezeichnet, wogegen er sich richtet", schrieb Adorno einst. Das ließe sich ein wenig polemisch auch über die Anfänge der Originalklangbewegung sagen. Ihr Interpretationsideal maß sich nicht nur an den nach und nach erarbeiteten Erkenntnissen über die Spielpraxis der Barockzeit und vorangegangener Epochen, sondern postulierte sich auch als Gegenbewegung zur damals gängigen romantisch-schwülstigen Auffassung. Wie gründlich mittlerweile die historische Aufführungspraxis ihren Kinderschuhen entwachsen ist, zeigte am vergangenen Wochenenden in zwei Konzerten das Freiburger Ensemble "Parnassi musici" in der Reihe "Forum Lied und Kammermusik" in der Kreismusikschule.
Das vierköpfige Ensemble, bestehend aus den Geigern Margaret MacDuffie und Matthias Fischer (beide Mitglieder des SWR Sinfonieorchesters), dem Cellisten Stephan Schrader (Kammerphilharmonie Bremen) und dem Cembalisten und Organisten Martin Lutz (Kantor an der Christophoruskirche in Wiesbaden) stellte auf Originalinstrumenten Raritäten und viel Gespieltes in erhellendem Zusammenhang vor. Und ließ es dabei weder an technischer Perfektion, noch an emotionalem Ausdruck und klanglicher Raffinesse mangeln.
So herzhaft und saftig gespielt, wurden die Stücke eher unbekannter Komponistennamen wie Uccellini, Buonamente und Turini, die ihre jeweils eigene Ansichten über das Lied "E tanto tempo hormai" machten, zu wahren Entdeckungen. Dass etwa bei Andrea Falconieris "Battallia de Barrabaso yerno de Satanas" die beiden Barockviolinen hart am Steg gespielt wurden, was einen dämonisch-irrlichternden Sound ergab, mochte sich vielleicht auch aus der Erfahrung der beiden Orchestermusiker mit der zeitgenössischen Musik verdanken, ist aber auch historisch belegt, wie Matthias Fischer versicherte.
"Parnassi musici" suchen dabei nicht den instrumentalen Effekt um seiner selbst willen, sondern versuchen lediglich, dem je eigenen Charakter der Stücke gerecht zu werden. Antonio Vivaldi Triosonate über das legendäre spanische Lied "La Follia" verlangt nun einmal das von dem Quartett höchst eindrucksvoll demonstrierte extrovertierte Spiel, die Suche nach immer neuen Farben und Klangschattierungen. Etwas zurück genommener erklang Bachs Orgel-Triosonate d-Moll BWV 527, die in der Übertragung auf Streicher und Continuo (sehr reizvoll hier das abwechselnde Spiel auf Cembalo und Truhenorgel), gewann dabei an Transparenz wie auch Profilierung der einzelnen Stimmen.
Mit der Bach-Suite in C-Dur BWV 1009 für Cello-Solo begeisterte Stephan Schrader mit einem sehr sauberen, die Extreme vermeidenden Spiel, das dem tänzerischen Charakter der Sätze ebenso gerecht wurde wie ihrer sublimen Stilisierung.
Fast ein Wunder, diese Musik von Instrumentalisten von nachgerade internationalem Rang in einem solch intimen Rahmen erleben zu dürfen. Das Publikum wusste das Ereignishafte der beiden Konzerte mit großem Beifall zu würdigen.
Die Glocke vom 26.06.02
Forum Lied und Kammermusik
Der Wiederentdeckung verpflichtet: Parnassi musici
Gütersloh (mbe). "Parnassi musici" - die Musiker des legendären Musenbergs -ein signifikanter Name für ein Ensemble, das sich der Entdeckung und Aufführung in Vergessenheit geratener Werke verpflichtet hat. Seine Mitglieder, Margret MacDuffie und Matthias Fischer, Violine, Stephan Schrader, Violoncello und Martin Lutz, Cembalo und Orgel, gestalteten das vierte Konzert der Reihe "Forum Lied und Kammermusik" in der Kreismusikschule.
Im Mittelpunkt ihres Werkkanons stand das zu seiner Zeit sehr populäre Lied "E tanto tempo hormai" - "Es wird wieder Zeit", das drei italienischen Komponisten des 17. Jahrhunderts zur Vorlage diente. Die "Parnassi musici" rückten die Trümpfe dieser kleinen musikalischen Kostbarkeiten ins Rampenlicht. Der warme Klang ihrer wertvollen Instrumente aus dem frühen 18. Jahrhundert verlieh der Musik noch eine besonders durchsichtig-sonore Tonformung.
Eine musikalische Intimität im kleinsten Kreis: Mit energievollem Spiel und perfekter instrumentaler Ausbalancierung erklangen die Bearbeitungen aus den "Musikwerkstätten" von Marco Uccelini, Giovanni Batiste Buonamente und Francesco Turini.
Mit einem Gustostück von Andrea Falconieri (1586-1656) wurde speziell im dritten Satz, der "Battallia de Baarbaso yerno de Satanas", in dem es um den Kampf zwischen Gut und Böse geht, ein besonders spannungsvolles Beispiel musikalischer Rede und Gegenrede offenbart. Etwa 100 Jahre später schrieb Antonio Vivaldi seine berühmte Triosonate "La Follia", ein Werk das zu den Juwelen barocker Kammermusik zählt. Die "Parnassi musici" stellten es mit Lust an virtuoser Darstellung und schönster Ausdeutung barocken Phrasierungsvokabulars vor.
Seine solistischer Verve bekundete Cellist Stephan Schrader mit der Suite für Violoncello BWV 1009 von Johann Sebastian Bach. Schier unglaublich, mit welcher Leichtigkeit das hochdramatische, mit Doppelgriffen und Registerwechseln gespickte Werk vorgetragen wurde.
Als krönendes Glanzlicht der kammermusikalischen Soiree spielten "Parnassi musici" Bachs Triosonate d-moll. Farbig schillernd und energisch wurde musiziert. Dem schattierungsreichen Adagio e dolce (dabei wechselte Martin Lutz vom Orgelpositiv zum Cembalo) folgten wahre Griffbrettwunder im Vivace, die bei aller individueller Virtuosität doch vollendet aufeinander abgestimmt waren. Kein Zweifel, das Publikum erlebte Kammermusik der feinsten Art. Entsprechend reichen Applaus spendete das zahlenmäßig nur kleine, doch sehr aufmerksame Auditorium.
WESTFALENBLATT vom 25.06.02
"Parnassi musici" in der Kreismusikschule zu Gast - von KARL HEINZ SPREYEREdle historische Instrumente zum Klingen gebracht
Gütersloh (WB). Bei ihren Streifzügen durch Archive und Bibliotheken haben sie manch kostbaren musikalischen Schatz gehoben, sorgsam entstaubt und aus der Vergessenheit zu neuem Leben erweckt: Die vier hochkarätigen Solisten der "Parnassi musici" aus Freiburg erreichten mit ihrem ungewöhnlichen Repertoire in zahlreichen Konzerten und CD-Ersteinspielungen europaweit einen hervorragenden Ruf. In der Reihe "Forum Lied und Kammermusik" vermittelten sie auch uns am Wochenende in der Kreismusikschule eine ungewöhnliche Begegnung mit Meistern aus drei Jahrhunderten in überzeugender Vollendung.
Der wunderschöne Klang des Quartetts beruht auf der Qualität seiner edlen historischen Instrumente; die Amerikanerin Margaret MacDuffie spielt eine Violine des Pariser Geigenbauers Claude Pierray von 1726, Matthias Fischer (der auch Erläuterungen zu den Werken gab) eine Violine von Leopold Widhalm (um 1800) und Stephan Schrader ein Violoncello, das Anfang des 18. Jahrhunderts in der Nähe von Füssen entstand. Martin Lutz spielt neben dem Cembalo einen Or-gel-Nachbau mit Holzpfeifen aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Im ersten Teil des Konzerts wurde der Geigen-Magier Antonio Vivaldi von vier Komponisten umrahmt, die eine Generation zuvor wirkten. Marco Uccelini, Giovanni Battista Buonamente und Francesco Turini hatten jeder für sich das in der Barockzeit populäre Thema "Es ist wieder Zeit..." ("E tanto tempo hormai") als Leitlinie gesehen und mit viel Phantasie in Noten gesetzt, wobei die Streicher durch Orgel oder Cembalo begleitet wurden. Die vielfältigen Tempowechsel und die Klangfarben bezauberten die Zuhörer ein ums andere Mal und erinnerten an den Wettstreit in der Malerei alter Meister.
Spanisches Flair dann mit den "Folias" des Lauten- und Gitarrenmeisters Andrea Falconieri von 1650, frisch und ursprünglich in der Melodie und mit pulsierender Rhythmik. Ebenfalls spanisch angehaucht Antonio Vivaldis bekannte Triosonate d-moll "La Follia" (Sonate XII) mit einfachen Tanzthemen und abwechselungsreichen Variationen. Der Meister schuf hier eine Musik mit eigenwilligen Momenten, eingestreuten Pizzikati und nur kurzen Abschnitten, dabei die Saiten oft nur angerissen. Die vollendete Einheit der vier Künstler war beeindruckend.
Der zweite Teil gehörte ganz Johann Sebastian Bach. Stephan Schrader war ein empfindsamer Solist der nuancierten Suite C-Dur für Violoncello (BWV 1009) mit ihren sieben kurzen Sätzen vom Präludium zur Alleman-de, der schnellen Courante, der getragenen Sarabande, den zwei Gavotten bis zur virtuosen Gigue mit vielen Kadenzen und Akkorden. Großer Beifall für den homogen spielenden Solisten, ehe die "Parnassi musici" mit der Trio-Sonate d-moll (BWV 527), eine Transkription von Bachs dritter Orgel-Triosonate, den Reigen beendeten: Das Andante mit Orgelklang beschwingt, innig und zart das Adagio e dolce mit Cembalo-Begleitung wie auch das Vivace im munteren Dreivierteltakt - ein Finale, wie es nicht schöner sein konnte.
parnassi musici
FAZ 31.10.2001
Verbeugung vor dem Original
Wiesbadener Tagblatt 30.10.2001
Voll neuer Reize
Goldberg -Variationen in Bearbeitung
Wiesbadener Kurier 30.10.2001
Schlaflos in Schierstein
Frankfurter Rundschau 30.10 .2001
Barocke Vitalität: In Wiesbaden haben die 14. Bachwochen begonnen
KLASSIK - SCHWÄBISCH HALL
Ralf Snurawa
Hans Kasper, Offenburger Tageblatt, 14. 05. 02
Die Lust an der Wiederholung
Sich anziehende Gegensätze
Parnassi Musici und der Tubist Burger: eine Allianz, die Musik spannend werden ließ
Heike Aengenheyster-Blum, Schweinfurter Tagblatt, Mo., 08. 07. 02
Kontrastreiche Klangwelten
Klaus Burger und Parnassi Musici begeistern bei den Wernecker Schlosskonzerten
[die ausführlichen Texte finden Sie auf www.parnassimusici.com

